Land & Leute
Sri Lanka und seine Bewohner
Überall in den Medien ist davon zu lesen: die Bürgerkriegsunruhen in Sri Lanka sind nicht nur für die Einheimischen eine schwere Last, sondern teils auch für die Touristen vor Ort. Wissenswert ist, dass seit Januar dieses Jahres der Waffenstillstand beigelegt wurde und sich die Zahl der terroristischen Anschläge auf militärische Gebäude wieder erhöht hat. Bislang galt es lediglich, Menschenmengen zu meiden, wie beispielsweise Busse, Basare, militärische Einrichtungen oder sonstiges, aktuell sieht die Sachlage ein wenig anders aus, denn wie das Auswärtige Amt mitteilt, ist der Aufenthalt nun auch an bisher diesbezüglich eher unauffälligen Gebieten mit einem gewissen Risiko behaftet. Touristen, die sich im Land aufhalten, sollten sich daher über eine verstärkte Präsenz von Soldaten nicht wundern.
Sri Lanka und die Gastfreundschaft
Die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der Einwohner Sri Lankas sind weit über die Grenzen des Inselstaates berühmt. Auch die Betreuung in den Hotels und Ferienorten seitens des Personals ist schon beinahe sprichwörtlich. Es ist aber in jedem Fall ratsam, nach Einbruch der Dunkelheit in der Nähe von Hauptstraßen zu bleiben und nicht unbedingt auf die nur selten überwachten Abzweigungen zu geraten. Wenn man sich mit Einheimischen unterhält und sie bewegen ihren Kopf als Antwort auf eine Frage hin und her, so ist diese Geste keineswegs als ein „Nein“, sondern vielmehr als Zusage oder Bestätigung des zuvor Gesagten zu verstehen. Wenn es bei Behörden oder in Geschäften an einer Schlange „ein wenig länger dauert“ – was in Sri Lanka nicht unüblich ist – so heißt es, einen „kühlen Kopf“ zu bewahren und sich nicht aufzuregen, will man nicht unnötig missmutige Blicke der Einheimischen auf sich ziehen…. Einen besonderen „Stein im Brett“ kann man sich als Reisender „verdienen“, wenn man ein paar Worte in der Landessprache beherrscht. So bedeutet „Guten Tag“ beispielsweise: „Suba Dawa Sak“ oder „Ayubowan“. Letzteres sagt in etwa folgendes aus: „Ich wünsche Dir ein langes Leben“. „Tee“ (das Nationalgetränk Sri Lankas) heißt „Tehe“, „Bitte“ bedeutet übersetzt: „Karunakara“ und mit „samawanna“ entschuldigt man sich für etwas. Wünscht man als Tourist allerdings etwas Spezielles und kann sich nicht in der Landessprache verständlich machen, so ist es natürlich völlig ausreichend, englisch zu sprechen. Touristen, die auf eigene Faust etwas von der Insel sehen wollen, können einerseits ganz besonders günstig entweder einen Bus, ein Auto oder auch ein Motorrad mieten: all’ dieses ist schon für unter zehn Euro pro Tag zu haben. Während solcher Erkundungstouren ist übrigens auf jeden Fall auf den dort geltenden Linksverkehr zu achten…
Benehmen auf Sri Lanka ist wichtig
Militärische Einrichtungen oder religiöse Bauwerke und Skulpturen sollten nach Möglichkeit besser nicht fotografiert werden, da dieses ganz sicher den Unmut der Einwohner hervorrufen wird! Betritt man als Tourist einen Tempel, so ist es unabdingbar – wie es übrigens auch in den meisten Ländern bzw. für andere Reiseziele dieser Welt gilt- die Schuhe auszuziehen und Hüte oder Mützen abzunehmen. Überhaupt wäre es empfehlenswert, die üblichen Bekleidungsvorschriften zu Herzen nehmen: das Präsentieren unbedeckter Körperpartien ist nur am Strand in Ordnung, bei Aufenthalten in der Stadt oder anderswo sollten Arme und Beine umhüllt sein.